TrainDetect: Zugnummer-Identifizierung über Transponder

Grundlage der Zugnummer-Identifizierung TrainDetect ist die Transponder-Technologie, die auch unter der Abkürzung RFID (Radio Frequency Identifikation) bekannt ist.

Transponder sind preisgünstige "elektronische Etiketten", in denen eine 10stellige digitale Nummer fest gespeichert ist. Die Transponderchips werden bei der Herstellung von der Fa. Philips fortlaufend nummeriert. Es gibt also keine zwei Transponder mit identischer Nummer.

Sobald ein Transponder in das elektrische Feld einer Lesegeräteantenne kommt, schickt er über seine kleine integrierte Antenne die in ihm gespeicherte Nummer zum Lesegerät. Dazu braucht der Transponder nicht einmal eine eigene Stromversorgung. Er nutzt für das Senden seiner Nummer die Energie aus dem elektrischen Feld der Lesegeräteantenne.

Sie nutzen das Verfahren vermutlich täglich: Die Kfz-Wegfahrsperre basiert auf der Transponder-Technologie. Die Transponder sind im Kfz-Schlüssel integriert, die Lesegeräteantenne befindet sich an der Lenksäule. Nur wenn sich der Schlüssel mit der richtigen Transpondernummer im Antennenfeld befindet, schaltet die Wegfahrsperre die Motorelektronik frei.

Für die Modellbahn bieten wir 2 Transponderausführungen mit modellbahngerechten Abmessungen an:

  • TRANS-1 als zylindrischer Glasrohrtransponder (3,1 x 13,3 mm) und
  • TRANS-2 als 1 mm flacher Scheibentransponder mit einem Durchmesser von 20 mm.
  • Die Antenne des Transponder-Lesegerätes COL-10 kann unter oder neben dem Gleis aber auch über den vorbeifahrenden Zügen montiert werden. Die Leseentfernung beträgt bis zu 40 mm, wenn die Lesegeräte mit einer Wechselspannung von 14 bis 16 Volt eines Modellbahntrafos versorgt werden. Bei der Versorgung der Lesegeräte mit einer Gleichspannung von 13,5 Volt aus einem Schaltnetzgerät (z.B. Schaltnetzgerät SPS 1504 von Conrad Electronic mit der Artikelnummer 51 05 06) erhöht sich die Leseentfernung um bis zu 50%.

    Da Transponder keine Stromversorgung benötigen, werden sie einfach an einer passenden Stelle an oder in Lokomotiven oder Anhängern untergebracht. Werden die Transponder in  rollendes Material eingebaut, gibt es keine optischen Veränderungen am Fahrzeug.

    Das elektromagnetische Übertragungsprinzip entspricht natürlich den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen (z.B. zulässige Feldstärke und Störfestigkeit/elektromagnetische Verträglichkeit) nach EG-Norm.

    Das Transponder-Lesegerät COL-10 hat seine Zulassung am 29.07.2003 beim TÜV Rheinland erhalten.

    Der Transponder TRANS-1 ist für Spuren Z bis HO, TRANS-2 für Spuren ab N bis 1 verwendbar. Das Verfahren erlaubt damit den Einsatz für alle Spuren von Z bis LGB, und das ohne Beschränkung des versionsabhängigen Nummerumfangs oder Modifizierung der Technik (ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens).

    Im Gegensatz zu optischen Verfahren mit Codeträgern, die exakt in Fahrzeugmitte und millimetergenau in der Höhe angebracht werden müssen, werden Transponder ohne Justier- und Plazierungszwänge an passenden Stellen unter die Fahrzeuge geklebt (einzige Voraussetzung: der Transponder muß innerhalb der Leseantennenfläche von ca. 70 x 50 mm liegen); eine Stromversorgung brauchen sie nicht.

    Weil die relativ große Antennenfläche eine große Seitentoleranz erlaubt, können Lesestellen ohne Einschränkungen in der freizügigen Wahl der Anbringung des Transponders am Fahrzeug (z.B. exentrische Montage) und ohne Einschränkungen in der Geschwindigkeit der Lesestellenüberfahrt bei allen Spurweiten auch in engen Kurven liegen; auch weites Ausschwenken der an beliebigen Stellen des Fahrzeugs angebrachten Transponder führt selbst bei schnellster Kurvenfahrt nicht zum Aussetzen. Optische Systeme erlauben diese Freizügigkeit wegen ihrer engen Seitentoleranz nur bedingt.

    Andererseits sind die Antennen so ausgebildet, dass bei richtiger Montage des Lesegerätes der Transponder eines auf dem Gegengleis vorbeifahrenden Zugs keinen Lesevorgang auslöst.

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